ENCAVIS AG übertrifft im ersten Halbjahr 2019 die Zielsetzungen und erhöht erneut den Ausblick aller operativen Ergebnisgrößen für 2019

Encavis AG übertrifft im ersten Halbjahr 2019 die Zielsetzungen und
erhöht erneut den Ausblick aller operativen Ergebnisgrößen für 2019

Umsatz steigt um 17% auf EUR 143,9 Mio. (H1/2018 EUR 122,8 Mio.)
Operatives EBITDA steigt um 29% auf EUR 120,8 Mio. (H1/2018 EUR 94,0 Mio.)
Operatives EBIT steigt deutlich um 35% auf EUR 78,2 Mio. (H1/2018 EUR 57,8 Mio.)
Operatives Ergebnis je Aktie steigt stark um 58% auf EUR 0,30 (H1/2018 EUR 0,19)
Erneute Anhebung des Ergebnisausblicks 2019 unter anderem

aufgrund anhaltend positiver meteorologischer Rahmenbedingungen

Hamburg, 28. August 2019 - Der in Hamburg ansässige und im SDAX notierte Energieerzeuger aus Erneuerbarer Solar- und Windenergie Encavis AG (ISIN: DE0006095003, Prime Standard), steigerte im zweiten Quartal erneut alle operativen Ergebnisgrößen. Der konsequente Ausbau des Erzeugungsportfolios in Dänemark und in den Niederlanden sowie die anhaltend günstigen meteorologischen Rahmenbedingungen resultierten in einem Umsatzplus von 17% im ersten Halbjahr 2019 in Höhe von 21,2 Millionen Euro. Darin sind - aufgrund der anhaltend positiven Wettereffekte - zusätzliche Mehreinnahmen in Höhe von 11,3 Millionen Euro enthalten. Unabhängig von den nicht planbaren Wettereinflüssen des zweiten Halbjahrs 2019, hebt der Vorstand alle operativen Erlös- und Ergebnisgrößen vom Umsatz bis zum Ergebnis je Aktie, inklusive Cash Flow, für das Gesamtjahr 2019 erneut an.

Die Encavis AG übertraf im ersten Halbjahr 2019 die gesteckten Ziele an die operativen Kennzahlen und steigerte die Umsatzerlöse um rund 17% auf insgesamt 143,9 Millionen Euro. Der Anstieg ist sowohl auf die günstigen meteorologischen Bedingungen - allen voran die hohe Sonneneinstrahlung in Deutschland und Italien - als auch den Ausbau des Portfolios während des Berichtszeitraums zurückzuführen. Die Solarparks trugen rund 14,5 Millionen Euro und die Windparks rund 5,3 Millionen Euro zu diesem Wachstum bei. Zum 30. Juni 2019 umfasste das Portfolio 175 Solar- und 69 Windparks in zehn Ländern Europas mit einer Erzeugungskapazität von rund zwei Gigawatt (GW). Die Encavis AG ist bereits heute der größte konzernunabhängige börsennotierte Stromproduzent im Bereich Erneuerbare Energien in Europa.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) legte im Vorjahresvergleich um rund 29% auf 120,8 Millionen Euro zu. Die EBITDA-Marge beträgt rund 84% (Vorjahr: 77%). Der Anstieg des EBITDA profitierte von den positiven meteorologischen Rahmenbedingungen, dem Portfolioausbau sowie den Erträgen aus der Veräußerung von Minderheitsanteilen an vier Windparks bei gleichzeitigem, maßgeblich durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 begründetem, Rückgang der sonstigen operativen Aufwendungen. Die Abschreibungen enthalten durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 zusätzlich auch Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen. Das operative Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) erreichte 78,2 Millionen Euro - ein Plus von 35% im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht einer EBIT-Marge von rund 54% (Vorjahr: 47%). Das operative Ergebnis je Aktie (EPS) legte um rund 58% auf 30 Eurocent zu (Vorjahr: 19 Eurocent).

Der operative Cashflow sank geringfügig um etwa 2% auf rund 76,4 Millionen Euro. Belastend wirkten sich verzögerte, erst kurz nach dem Ende des ersten Halbjahrs eingegangene Zahlungen der Einspeisevergütungen der italienischen Solarparks sowie eine Kapitalertrag-steuerzahlung aus. Im Vorjahr wurde diese Steuerzahlung nicht im ersten Quartal geleistet, sondern bereits im vierten Quartal 2017. Bereinigt um diese Effekte übertraf der operative Cashflow das Vorjahresniveau. Um die Finanzierungskraft der Encavis AG aus eigenen Mitteln zu stärken, veräußerte der Konzern am 28. Mai 2019 jeweils 49% der Anteile an vier Windparks in Deutschland und realisierte damit deutliche Buchgewinne. Dem Konzern flossen durch die Transaktion liquide Mittel in Höhe von rund 24 Millionen Euro zu, die zur Finanzierung neuer Projekte genutzt werden können. Darüber hinaus konnte die Finanzierungskraft des Konzerns für künftige Investitionen durch Aufnahme von sehr zinsgünstigen Krediten mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren in einem Volumen von 105 Millionen Euro gestärkt werden.

Die 30-prozentige strategische Beteiligung an dem langjährigen Partner im Bereich der technischen Betriebsführung von Solaranlagen, dem italienischen Dienstleister Stern Energy S.p.A., verstärkt das Geschäftsfeld Technical Services, um eine bedeutende europaweite Präsenz im Bereich der technischen Solardienstleistungen aufzubauen. Der Wettbewerbsvorteil, alle Segmente der Wertschöpfungskette abzubilden, wird die bereits bestehende Operation & Management/O&M-Geschäftsplattform stärken. Der Umsatz des kombinierten O&M-Geschäfts und des O&M-Zusatzdienstleistungsgeschäfts von Stern ist in den vergangenen fünf Jahren (2012-2017) durchschnittlich um mehr als 35% pro Jahr gewachsen. Für 2019 wird eine weitere Steigerung dieses Wachstums mit einem geschätzten Umsatz von rund 12,5 Millionen Euro erwartet.

Aufgrund der fortgesetzt positiven meteorologischen Bedingungen des ersten Halbjahrs 2019 hebt der Vorstand die erst Ende Mai verbesserte Guidance erneut nach oben an. Erwartet wird für das laufende Geschäftsjahr nun ein Umsatzanstieg auf mehr als 270 Millionen Euro (bisher 260 Millionen Euro) sowie eine Erhöhung des operativen EBITDA auf mehr als 218 Millionen Euro, statt der zuvor prognostizierten über 210 Millionen Euro. Auf Konzernebene wird mit einer Steigerung des operativen EBIT auf mehr als 132 Millionen Euro, statt der bisher kommunizierten 125 Millionen Euro, gerechnet. Der operative Cashflow soll nun einen Wert von mehr als 198 Millionen Euro (zuvor über 190 Millionen Euro) erreichen. Dadurch steigt die Prognose für das operative Ergebnis je Aktie (EPS) für das Gesamtjahr 2019 von zuvor 40 Eurocent auf aktuell 42 Eurocent.